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Sinnes- und Ruhemöbel soll die Anzahl von Zwangsfixierungen reduzieren.

Das Psychiatrie-Krankenhaus in Slagelse (DK) hat neun besondere Sinnes- und Ruhesessel beschaffen, die die Patienten beruhigen und dazu beitragen, dass sie aus der Isolation kommen. Mitglied des Sozial- und Psychiatrieausschusses des Bezirkes Seeland, Nicolai Nicolaisen, lobt das Personal, dass man in der Psychiatriebehandlung neue Wege sucht.

 

Um die Anzahl von Fixierungen zu vermindern, hat das Psychiatrie-Krankenhaus in Slagelse Abteilungen mit Sinnes- und Ruhesesseln eingerichtet, die aufgrund ihrer Gestalt den Patienten Sicherheit beibringen und sie aus ihrer Isolation herausziehen. Der Einkauf dieser Möbel ist Teil des Projektes „Gürtelfrei“, das von den Staatspool-Geldern gestützt wird; und die Inspiration ist bei der Altenpflege der Gemeinde Lolland gefunden, wo sonst sehr unruhige und nervöse Bürger in den Sesseln Ruhe fanden. „Ich weiß von den Angestellten, dass sich die Patienten in Slagelse über den Sessel sehr freut, weil sie sich darin üben können, mit anderen Menschen zusammen zu sein, ohne von dem Beisammensein und den Umgebungen überreizt zu werden. Ein Patient hat das Erlebnis als Anti-Isolation beschrieben“, erzählt Mitglied des Sozial- und Psychiatrieausschusses des Bezirkes Seeland, Nicolai Nicolaisen (Sozialdemokrat) von den ersten, sehr positiven Erfahrungen mit dem besonderen Möbel.

Bremst emotionale Eskalation

Das Sinnes- und Ruhemöbel ist ein zum Teil geschlossener Sessel, der aufgrund seiner Puppen-Gestalt den Namen – Cocoon – bekommen hat. Auf Grund der Form und der Abschirmung des Sessels kann sich der Patient im gleichen Raum wie andere aufhalten und gleichzeitig gegen Geräusch und störende Impulse geschützt sein. Der Sessel ist an sich fast ein kleiner Raum und ist überdies mit einem Musiksystem versehen, das der Patient ausnutzen kann. „Einige Patienten benutzen den Sessel, weil sie den Bass und damit sich selbst fühlen können. Dadurch kann der Sessel dazu beitragen, einige Symptome zu dämpfen. Einige Patienten suchen jetzt selber den Sessel, weil er auf verschiedene Weise Ruhe schafft. Das Möbel hilft damit, einige Situationen zu deeskalieren, wie es in der Fachsprache ausgedrückt wird, wenn eine unzweckmäßige und emotionale Eskalation gebremst wird“, erklärt Nicolai Nicolaisen.

Größere Lebensqualität

„Die Mitarbeiter verdienen großes Lob dafür, Lösungen zu suchen, die sehr kranken Patienten größere Lebensqualität verleihen. Die komplette, physische Einrichtung und das Umdenken bei den angestellten zeigen in die richtige Richtung“, sagt Nicolai Nicolaisen zu dem Versuch mit den neun Sinnes- und Ruhemöbeln.

Er betrachtet es als ein zusätzliches Plus, dass der Cocoon in diesem Bezirk entwickelt wurde und freut sich im Allgemeinen darüber, dass private und öffentliche Betriebe gemeinsam fürs Gesundheitswesen Lösungen entwickeln können.

Möbeldesigner Carsten Buhl aus Holbaek hat den Sessel entworfen, dem Ende 2015 auf der Ausstellung Boutique Design in New York der Preis für Bestes Design verliehen wurde.

Sechs Krankenhäuser nehmen im Experiment mit weniger Fixierungen teil

Lt. der Homepage der Obersten Gesundheitsbehörde läuft das Experiment mit gürtelfeien Abteilungen von Oktober 2014 bis Dezember 2017. Über Slagelse hinaus nehmen auch Abteilungen in Ballerup, Broenderslev, Glostrup, Aarhus und Aabenraa mit verschiedenen Veranstaltungen im Experiment teil.

Die Behörde formuliert den Zweck des Projektes, wie folgt:

„Der übergeordnete Drehpunkt des Projektet ist es, durch das Ausprobieren und Implementieren einer Reihe von personal-gerichteten, organisatorischen Einsätzen und neuer, patienten-gerichteter, klinischer Praxis gürtelfreie Behandlungsumgebungen zu entwickeln“.

Quelle: www.sst.dk

Eines der neun Exemplare des puppenförmigen Sessels im Psychiatriekrankenhaus in Slagelse. Der Sessel kann es dem Patienten ermöglichen, sich zusammen mit anderen aufzuhalten, ohne zu viele, überwältigende Sinneseindrücke zu erleben.

Weitere Informationen:

Nicolai Nicolaisen des Sozial- und Psychiatrieausschusses, Bezirk Seeland,
Tel. +45 60 64 51 13
Carsten Buhl, Möbeldesigner, Tel. +45 20 45 13 35

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